Jeder hat seinen eigenen Weg …

Diese innere Stimme, die befähigt, in sich selbst hinein zu hören. Sie weist manchmal oder sogar sehr oft den richtigen Weg. Genauso ist die Intuition, das Richtige zu tun und das Gefühl der Selbstannahme im Leben ganz wichtig. Das und mehr lernt man doch erst durch Erfahrungen, die gesammelt werden. Liegen Steine im Weg. Jene, die daran hindern, sich dem Ziel zu nähern. Die einem sogar, mag es manchmal auch nicht böswillig geschehen, in den Weg gelegt werden. Menschen, die aus purer Gier und Neid anderen schaden, sollte man so gut es geht ignorieren. Andere, schlimmstenfalls die sogenannten Freunde, mögen sie glauben, das alles was sie machen immer richtig sei und sie seien sonst wie perfekt. Ist es jedoch ein reiner Irrglaube ihrerseits. Sie suchen die Fehler bei anderen und mit ihrem oberflächlichen Blick versuchen sie ihr Umfeld nach ihren Vorstellungen zu verändern.

Einzig ein Zeichen dafür, dass sie auf ihrem eigenen Weg noch längst nicht angekommen sind. Jemanden verändern zu wollen, weil er eben anders ist, weil er oder sie andere Vorstellungen oder andere Interessen hat, wäre wohl das eine. Ebenso falsch ist es zu glauben, dass man einen Menschen nach seinen Vorstellungen wie eine Marionette behandeln kann. Irgendwann werden die Fäden, an der die Puppe hängt, spröde und reißen. Sie nutzen sich ab. Eine komplette Erneuerung der Stricke wäre zeitaufwendig, dafür hat doch letztendlich kaum jemand Zeit. Daher wird die Marionette links liegen gelassen. Man unterschätzt Menschen, wundert sich, dass man anschließend allein da steht und glaubt noch immer alles richtig gemacht zu haben. Solche Menschen gibt es natürlich auch. Es gibt aber noch diejenigen, die glauben, dass sie mit ihrer unmöglichen Art und Weise ganz weit nach oben kommen können.

Oberflächlichkeit ist die Basis auf dem Weg in Höhen und Tiefen“,

sagte einmal der deutsche Journalist und Satiriker Wolfgang J. Reus (1959 – 2006).

Nach oben geht es immer am einfachsten, doch runter umso schneller.

Das lernt man spätestens als Kind, wenn man das erste Mal auf einen Baum geklettert ist und nicht weiß, wie man wieder herunterkommt.

Gedanken sind der geistige Reichtum jedes einzelnen. Und darum sollte man vorsichtig mit ihnen umgehen, weil man damit auch viel anrichten kann. Aber jemandem zu verbieten über etwas zu schreiben oder in anderer Form an seinen Gedanken teilhaben zu lassen, geht so gar nicht. Solange man niemanden verletzt oder zu nahe tritt, sondern lediglich seine Gedanken zu einem bestimmten Thema preisgibt, sollte man das jedem gewähren. Da gibt es kein Wenn und Aber.

Ebenso ist es mit den Interessen. Einer interessiert sich sein Leben lang für Bücher. Aus dem Gedächtnis kann er allerhand Autoren und ihre Bücher nennen. Ein anderer interessiert sich für Blumen. Dementsprechend kennt er die meisten Namen, möglicherweise auch in lateinisch. Ein weiterer kennt sich bestens im Fußball aus und nennt im Schlaf die Namen seiner Lieblingsmannschaft. Doch immer wieder wird ihnen der Mund verboten. Das sollte so nicht sein. Das hat nichts mit Toleranz zu tun und schon gar nichts mit Respekt. Schwer gelingt es aus seinem goldenen Käfig auszubrechen. Beim anderen verliert er damit automatisch sein Ansehen. Bestenfalls möchte keiner mehr mit ihm zu tun haben. Jedes anfängliche Interesse an dieser besagten Person war demnach niemals ernst gewesen. Zurück zu den Wurzeln heißt es in diesem Fall. Dem eigenen Weg folgen. Auch wenn man ihn dafür erst wieder finden muss. Keine Angst, das gelingt mit den richtigen Freunden an der Seite. Nicht mit den falschen, wie man es vielleicht ursprünglich kennt. Glücklicherweise gibt es nämlich keine perfekten Menschen.